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Häufige Fragen zum Bund für
Gotterkenntnis und zur Philosophie Mathilde Ludendorffs (FAQs)
Die Antworten geben keine erschöpfende Auskunft zu der
jeweiligen Frage, sondern sollen nur eine ungefähre Vorstellung
davon vermitteln, wie die Gotterkenntnis Mathilde Ludendorffs zu
den aufgeworfenen Fragen steht. Wer tiefer einsteigen will, kann
zu den philosophischen Werken selbst greifen!
können?
Ist die Gotterkenntnis Mathilde
Ludendorffs ein Dogma?
Warum ist die Erhaltung der Völker aus
der Sicht der Gotterkenntnis (L.) so bedeutsam?
Können Naturgesetze durch Wunder außer
Kraft gesetzt werden?
(wird fortgesetzt)
Was versteht die Philosophie Mathilde Ludendorffs unter „Gott"?
„Wir nennen das Wesen aller Erscheinung des Weltalls „Gott"
oder auch das „Göttliche" unter besonderer Betonung, daß dieses
Wort für uns nicht das allergeringste mit einer Gottvorstellung
der verschiedenen Religionen zu tun hat."
(M. Ludendorff: Aus der Gotterkenntnis meiner Werke, S. 24)
„Das Weltall ist durchseelt von göttlichem Wesen aller
Erscheinungen, das sich in ihnen als Wille kundtut, im Menschen
aber überdies noch bewußt erlebt wird. Frei aber ist das Weltall
von Teufeln, Engeln, Dämonen, und frei ist es auch von
persönlichen Göttern oder einem persönlichen Gott, der es
außerhalb des Weltalls lenkt. Alle Gottesbegriffe sind nichts
anderes als unselige Fehlgriffe der menschlichen Vernunft.
Vorstellen und begreifen läßt sich das Wesen aller Erscheinungen
des Weltalls überhaupt nicht, denn unsere Vernunft kann sich nur
etwas vorstellen, was Erscheinung ist. Und nur etwas begreifen,
das wie die Erscheinung in Raum und Zeit und Ursächlichkeit
eingeordnet ist …
(M. Ludendorff zit. nach Duda, G.: Was ist und will die
Ludendorffbewegung?)
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Auf welchen philosophischen Erkenntnissen baut die
Gotterkenntnis Mathilde Ludendorffs auf?
Es waren u.a. die Philosophen Plato, Kant und Schopenhauer, die
Wesentliches zu unserem Weltbild beigetragen haben. „Plato …
machte eindringlich klar, daß hinter der Erscheinung das innere
Wesen, „die Idee" der Erscheinung, steht, Kant bewies
unantastbar, daß die Menschenseele zweierlei Erkenntnisorgane
besitzt und die Vernunft nur die Erscheinung, nicht das Wesen
der Erscheinung, das Kant „Ding an sich" nennt – erfassen kann.
Unanfechtbar macht er aber auch klar, daß dieses Wesen (wir
nennen es das „Göttliche" in aller Erscheinung) den Denkformen
der Vernunft, Raum, Zeit und Kausalität, nur insoweit
unterworfen ist, als es erscheint. … Nach ihm erstand der
Philosoph Schopenhauer … Er zeigte, daß das innere Wesen aller
Erscheinung, das „Ding an sich", sich als Wille äußert, im Stein
sowohl, wie im Lebewesen, und daß dieser Wille um so deutlicher
enthüllt wird, je höher auf der Entwicklungsstufe dieses
Lebewesen steht."
(M. Ludendorff: Auf
Wegen zur Erkenntnis. S. 23 f)
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Welches ist aus der Sicht der Gotterkenntnis der Sinn des
Menschenlebens?
„Sinn des
Menschenlebens ist: Aus freiem Entscheid dauernden Einklang mit
dem Göttlichen in unserer Seele zu schaffen.
(Erich Weferling,
Kurze Einführung in die Gotterkenntnis (L))
Oder in den Worten Mathilde Ludendorffs: „Der Mensch soll
Wesenszüge des Göttlichen bewußt erleben, göttliches Wollen
erfüllen und in Worten, Taten und Werken auf Mit- und Nachwelt
ausstrahlen."
(M. Ludendorff: Aus der Gotterkenntnis meiner Werke).
Göttliche
Wesenszüge tauchen in der Seele auf als der Wille zum Guten, zum
Wahren, zum Schönen und zum göttlich gerichteten Fühlen von
Liebe und Haß.
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Kennt
der Bund für Gotterkenntnis eine Mission?
Nein. Die
Gotterkenntnis Mathilde Ludendorffs lehnt eine Missionierung
Andersdenkender ab. „Sie ist auch ihrem ganzen Inhalt nach
unfähig dazu, sich andersgläubigen Menschen aufzudrängen … Sie
wendet sich gar nicht an diese, sie wendet sich nur an die
Menschen, die sich schon mit diesen Werken befaßten, und an
jene, die an herrschende Gottlehren nicht mehr glauben können."
(M. Ludendorff: Der
Segen der Gotterkenntnis)
In diesem Sinne mahnt Mathilde Ludendorff auch im Vorwort ihres
grundlegenden Werkes „Triumph des Unsterblichkeitwillens":
„Ich werde euch zu heil’gen Höhen führen,
Doch
schreitet leise, daß ihr sie nicht stört,
Die
in den alten Tempeln gläubig knien,
Das
Göttliche erlebend."
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Ist die Kenntnis der Werke Mathilde Ludendorffs Voraussetzung
dafür, den Sinn des Menschenlebens erfüllen zu können?
Nein. Jedem
Menschen ist es grundsätzlich möglich, zeitweise oder für immer
in Einklang mit dem Göttlichen zu leben. Das „Seelenheil" eines
Menschen hängt nicht davon ab, ob er die philosophischen Werke
gelesen hat oder nicht.
Auch die Gläubigen der Religionen können den Sinn des
Menschenlebens erfüllen.
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Ist die Gotterkenntnis Mathilde Ludendorffs ein Dogma?
Nein. „Die
Gotterkenntnis ist der denkbar größte Gegensatz zu einem Dogma.
Während eine Erkenntnis im Einklang mit den Tatsachen bleibt,
kümmert sich ein Dogma nicht um die Wirklichkeit, sondern stellt
Behauptungen über Gott und über die Welt auf, und verlangt
blinden Glauben an den Inhalt des Dogmas. Vor allem aber bildet
sich jedes Dogma ein, der einzige Weg zu Gott zu sein. Die
Gotterkenntnis aber zeigt, daß jedem Menschen, wie immer sein
Glaube auch beschaffen sein mag, die freie Wahl gegeben ist zu
Gott hinzufinden oder den entgegengesetzten Weg zu gehen."
(Erich Weferling, Kurze Einführung in die Gotterkenntnis (L). S.
8)
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Warum ist die Erhaltung der Völker aus der Sicht der
Gotterkenntnis (L.) so bedeutsam?
Weil jedes Volk bestimmte Wesenszüge des Göttlichen besonders
innig erlebt. Mathilde Ludendorff spricht bildhaft von einem
Chor, in dem jedes Volk sein besonderes Gottlied singt. „Sein
Gottlied in Worten, Taten und Werken klingt daher anders als
jenes eines anderen Volkes. Geht ein Volk unter, so schwindet
hiermit ein Gottlied aus dem Chor der Völker. Es verarmt die
Welt an Mannigfaltigkeit des Gotterlebens."
(M. Ludendorff: Der Volksseele Wirken in der Menschenseele und
ihre Verschüttung durch Fremdlehre und Rassemischung, S. 80 f)
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Können Naturgesetze durch Wunder außer Kraft gesetzt werden?
Im Einklang mit dem heutigen naturwissenschaftlichen Weltbild
geht Mathilde Ludendorff von einer uneingeschränkten Gültigkeit
der Naturgesetze aus. Weder Gott noch irgendwelche Heilige
können diese Gesetze aufheben oder durchbrechen.
"Eine Aufhebung dieser Gesetze als Ausnahme, "als Wunder",
wäre der Beweis seiner (gemeint sind Gottes) eigenen
Unvollkommenheit, weil Verbesserungsbedürftigkeit, und der
Beweis des Wankelmutes." ...
Glücklicherweise lehrt uns das Weltall der Urwelten und
beweisen uns die Einzelerscheinungen späterer Schöpfungsstufen,
daß derartige Unvollkommenheit der Erscheinungswelt fernliegt.
Sie predigen uns die unerbittliche und ausnahmelose Anwendung
der Gesetze, unbekümmert um die Nebenwirkungen, die also alle
mitgewollt sind. Auf dieser ausnahmelosen Gültigkeit der
Naturgesetze beruht die Möglichkeit einer Bewußtheit in der
Erscheinung, denn sie ist die Voraussetzung für das Erkennen der
Umwelt."
(Mathilde Ludendorff: Schöpfungsgeschichte, 1954, S. 79f.)
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